terre des hommes

‚Europa wählt Menschenwürde’

Im Jahre 1966 wurde von den Vereinten Nationen der 21. März zum „Internationalen Tag zur Überwindung von rassistischer Diskriminierung“ ausgerufen. Dies geschah in Erinnerung an das rassistische Massaker von Sharpville (Südafrika), bei dem 69 friedliche Demonstranten erschossen worden sind.

Das liegt zwar lange zurück und geschah weit entfernt doch ist rassistisch motivierte Gewalt und Diskriminierung weltweit keineswegs überwunden. Im Gegenteil. In Deutschland gab es 2017 über 2.000 Anschläge auf Flüchtlingswohnheime und Flüchtlinge, über 1.500 antisemitische und 1.000 antimuslimische Angriffe. Ungezählt sind die „kleineren“, juristisch nicht registrierten Fälle rassistischer Diskriminierung. Eine wachsende Zahl unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland erwägt aktuell die Emigration, da sie in steigendem Maße Bedrohungen ausgesetzt sind. Haben wir aus der Geschichte nichts gelernt?

Menschenrechte, Demokratie und Menschenwürde werden uns nicht geschenkt. Sie erfordern unser fortwährendes Engagement – in der Politik, in zivilgesellschaftlichen Organisationen, in der Schule und am Arbeitsplatz.

Wir stehen auf gegen Rassismus und menschenverachtende Diskriminierung!

terre des hommes, das entwicklungspolitische Kinderhilfswerk, arbeitet orientiert an der UN-Kinderrechtskonvention von 1989. Die Vertragsstaaten – darunter auch Deutschland – gewähren allen Kindern und Jugendlichen Schutz vor Gewalt, Krieg und Missbrauch. Auch all denen, die auf der Flucht ihre Heimat verloren haben, und sich bei uns Sicherheit und Hilfe erhoffen. Dies geschieht durch gezielte Arbeit mit unseren Projektpartnern in den Herkunftsländern der Kinder, in denen Gewalt, Hunger, und das Fehlen von Bildungsmöglichkeiten ständige Begleiter des Aufwachsens sind. Und in Deutschland, wo wir Anwälte der Rechte von Kindern auf der Flucht sind.

Terre des Hommes ist aber auch hier, in unserem Land, aktiv. Unser Wohlstand und die prekären Lebensverhältnisse in den Ländern der sog. „Dritten Welt“ sind zwei Seiten einer Medaille. Vielen Menschen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, heißt, Einfluss zu nehmen auf Fluchtursachen, auf Kriege aus Wirtschaftsinteressen und auf eine fortschreitende ökologische Verwüstung. Insofern leben wir in „Einer Welt“!

Termin Woche gegen Rassismus:
11. - 24. März 2019

Termin "Wanderkino":
16. März 2019

Startpunkt:
Allianzhaus | Flachsmarktstraße Ecke Petersstraße | 55116 Mainz

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